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Erinnerungen an 11 1/2 wundervolle Jahre

Nino

Am 27. August 1993 durften wir dich Nino bei uns willkommen heissen. Du warst vorher kurz an einem andern Ort – dort wollte man dich aber nicht mehr weil du nicht sauber warst. Wir waren furchtbar aufgeregt und freuten uns auf dich – wir – Herrchen Paul und Frauchen Ruth mit Piccola. Kurz vorher ging Iwan mit 14 Jahren über die Regenbogenbrücke. Und so wurde wieder ein Plätzchen bei uns frei.
Anfangs hatten wir eine harte Zeit miteinander. Du wolltest ständig herumgetragen werden – und wehe man kam deinen Wünschen nicht sofort nach – ja dann passierte es – eine Lache auf dem Deckbett. So haben wir dich halt wie einen Bettnässer, jedes Mal wenn wir auf’s Klo gingen in die Kiste gesetzt – auch nachts. Nach 2 Jahren hatten wir es geschafft – du warst trocken. Riesenfreude herrschte. Wir nannten dich oft unseren Träumer – du konntest mit deinen grossen wunderschönen Augen so verträumt dreinschauen. Du warst unser „Zuckerbubi“ und Knuddelmuddel.
Du und Piccola hattet das Heu nicht immer auf der gleichen Bühne – trotzdem wart ihr immer sehr freundlich zueinander.
Als Piccola dann mit fast 17 Jahren über die Regenbogenbrücke ging warst Du sehr sehr traurig. Und so kam Sina eine 1-jährige kleine freche Rotznase zu uns. Sie hat dich wieder das Spielen gelernt.
Alles wäre so schön gewesen – zu schön eben um ewig zu dauern.
Am 12. März 2005 gab es zum Nachtessen deine Leibspeise – Thon. Du warst immer so verrückt danach – so verrückt, dass ich wenn es mal notwendig war sogar die ganze Tablette oben drauf legen konnte und schwups war sie weg. An diesem Abend hast du aber nur gerade zwei drei Bissen genommen. Ich fand das sehr komisch habe mir aber noch keine grossen Gedanken gemacht. Am Sonntagmorgen erwachte ich gegen 08.00 Uhr. Kein Nino und keine Sina um meinen Kopf. Da konnte etwas nicht mehr stimmen. Du warst der pünktlichste Wecker überhaupt. Unerbittlich jeden Morgen um 06.45 Uhr warst du auf der Matte und verlangtest deine Streicheleinheiten. Mit einem Satz war ich aus dem Bett. Du hast oben geschlafen bist dann aber mit mir doch runtergekommen und hast wenig gegessen. Dann legtest du dich wieder hin zum schlafen. Nun – das ist alles auch schon mal vorgekommen das Wetter war ja auch zum schlafen. Am Mittag habe ich im Notfall angerufen. Wenn du kein Fieber hättest und normal auf’s Klo könntest sei das kein Grund zur Besorgnis.
Am Montagmorgen kamst du wieder nicht runter und ich hatte das Gefühl dein Marzipannässchen sei nicht mehr rosa sondern gelblich. Nun packte mich die Angst. Ich nahm dich unter den Arm und nichts wie los zu unserem Tierarzt.
Vier Tage haben wir gekämpft und gehofft – aber leider war deine Leber innert so kurzer Zeit so schwer angeschlagen, dass trotz Sofortmassnahmen wie Infusionen und Medis jede Hilfe zu spät kam.
Du brachtest deine wunderschönen Augen nicht mehr auf und so haben wir uns schweren Herzen dafür entschieden dich zu erlösen. Du bist in meinen Armen ganz ruhig und ohne Angst eingeschlafen.
Wir vermissen dich alle ganz arg – freuen uns aber für dich, dass du jetzt an einem so wunderschönen Ort sein darfst. Der Platz in unseren Herzen wird dir immer gehören.


 

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